Cost-Out & Value Engineering
Leistungen

Cost-Out & Value Engineering: Herstellkosten senken, wo sie entstehen

Kurz gesagt: Nachhaltige Kostensenkung ist Teamarbeit, keine Einzeldisziplin. Wir senken eure Herstellkosten dort, wo sie entstehen, in Entwicklung und Konstruktion, und bauen dafür die cross-funktionalen Teams auf, die das tragen. Auf Wunsch übernehmen wir Verantwortung als Einkaufs- oder Projektleitung und entwickeln daraus eine moderne Einkaufsorganisation. So entstehen nachhaltige Kostenvorteile nicht als Einsparungen auf dem Papier, sondern tatsächlich im Produkt, von Anfang an.

Kostenlose Kostenanalyse anfragen

Warum entstehen Kosten in der Entwicklung bzw. Konstruktion, nicht im Einkauf?

Weil bis zu 80 Prozent der späteren Herstellkosten bereits in Entwicklung und Konstruktion festgelegt werden. Wer erst beim fertig entwickelten Produkt Lieferanten anfragt und nachverhandelt, kämpft um den kleinen Rest. Ein Produkt ist selten zu teuer, weil der Einkauf schlecht verhandelt hat, sondern weil vorher im Produktentstehungsprozess Weichen falsch gestellt wurden:

  • Unnötig komplexe Spezifikationen lassen sich nachträglich nur schwer wieder entfeinern.
  • Sonderteile statt Standardkomponenten: verwendbare Zukaufkomponenten müssen rechtzeitig gesucht werden.
  • Zu spät eingebundene Lieferanten: vorhandenes Fertigungs-Know-how bleibt ungenutzt.
  • Überdimensionierte Funktionen zahlt der Kunde nicht, der Wettbewerb bietet sie günstiger an.
Cost-Out setzt hier an 0 25 50 75 100 % bis zu 80 % hier bereits festgelegt Entwicklung Konstruktion Beschaffung Produktion Kosten festgelegt Kosten verursacht
Der größte Teil der Herstellkosten wird früh festgelegt, lange bevor er tatsächlich anfällt. Genau dort setzt Cost-Out an.

Genau hier setzt Value Engineering an.


Was ist Value Engineering?

Value Engineering betrachtet Produkte aus einer anderen Perspektive. Die Frage lautet nicht „Wie drücken wir den Preis?“, sondern „Wie realisieren wir definierte Funktionen wirtschaftlicher?“ Dazu hinterfragen wir gemeinsam alle Funktionen, Materialien, Fertigung, Lieferanten, Toleranzen, Baugruppen und Herstellverfahren und finden den kostengünstigsten Weg zur gleichen Leistung.


Unsere weiteren Hebel: Should Cost, Standardisierung, Make-or-Buy

  • Should Cost und Target Costing: Wir berechnen, was ein Bauteil auf Basis von Material-, Fertigungs-, Prozess- und Gemeinkosten realistisch kosten sollte, und schaffen so belastbare Zielpreise statt Bauchgefühl.
  • Standardisierung und Modularisierung: weniger Sonderlösungen und Varianten, dauerhaft niedrigere Komplexitäts- und Stückkosten.
  • Wertschöpfungstiefe und Make-or-Buy: die wirtschaftlichste Fertigungstiefe bestimmen.

Warum Einkauf und Lieferantenbasis früh einbinden?

Weil der größte Hebel entsteht, wenn der Einkauf und die Lieferantenbasis bereits im Produktentstehungsprozess mitwirken. Dann fließen alternative Lieferanten, deren Know-how, Standardkomponenten, aktuelle Marktpreise, Produktionsverfahren und Make-or-Buy-Entscheidungen schon während der Entwicklung ein. Wird der Einkauf dagegen zu spät eingebunden, bleibt ihm wenig Handlungsspielraum und viel zu wenig Zeit, und die nötigen Diskussionen mit Lieferanten und Entwicklung kommen zu einem Zeitpunkt, an dem sie kaum noch etwas bewirken. Auch die Time-to-market verbessert sich so nicht.


Der eigentliche Hebel: cross-funktionale Teams, die wir aufbauen und führen

Nachhaltige Einsparungen entstehen nicht in einer Abteilung, sondern im Zusammenspiel von Entwicklung, Einkauf, Produktion, Qualitätswesen, Logistik und Controlling. Genau hier liegt unsere Stärke: Wir bringen diese Bereiche an einen Tisch, moderieren die richtigen Entscheidungen und führen das Team zum Ergebnis. Auf Wunsch übernehmen wir dabei Verantwortung als Einkaufs- oder Projektleitung, gerade dann, wenn im Tagesgeschäft die Zeit oder eine neutrale Instanz fehlt. So steht die Einsparung am Ende nicht auf dem Papier, sondern im Produkt.

Entwicklung Einkauf Produktion Qualitätswesen Logistik Controlling Cost-Out Team-Führung
Wir bringen alle relevanten Bereiche an einen Tisch und führen das Team zum Ergebnis, auf Wunsch als Einkaufs- oder Projektleitung.

Von der Kostensenkung zur modernen Einkaufsorganisation

Ein gutes Cost-Out-Projekt hinterlässt mehr als eine einmalige Einsparung. Es hinterlässt eine Organisation, die es künftig selbst kann: klare Rollen, funktionierende Schnittstellen, verankerte Standards und einen Einkauf, der von Anfang an mitgestaltet statt nur zu bestellen. So wird aus einem Projekt ein dauerhafter Fähigkeitsgewinn.


KI als Beschleuniger im technischen Einkauf

Der technische Einkauf ist die Schnittstelle zwischen Konstruktion, Produktion, Qualität und Lieferanten und wird so zum aktiven Mitgestalter des Produkts. KI beschleunigt diese Arbeit heute spürbar: Lieferanten recherchieren, Bauteile vergleichen, Angebote analysieren, Value-Engineering-Potenziale und Marktdaten erkennen. Die Erfahrung des Teams ersetzt KI dabei nicht, sie macht gute Teams deutlich schneller.

Auf einen Blick

  • Kosten früh beeinflussen: bis zu 80 Prozent werden in Entwicklung und Konstruktion festgelegt, also genau dort ansetzen.
  • Value Engineering: definierte Funktionen wirtschaftlicher realisieren.
  • Weitere Hebel: Should Cost und Target Costing, Standardisierung, Make-or-Buy.
  • Cross-funktional geführt: wir bauen und leiten das Team, auf Wunsch als Einkaufs- oder Projektleitung.
  • Nachhaltig statt einmalig: aus dem Projekt entsteht eine moderne Einkaufsorganisation.

Häufige Fragen

Was ist Value Engineering?

Value Engineering ist eine Methode, mit der die Funktionen eines Produkts genau definiert und dann zu möglichst geringen Kosten realisiert werden. Statt im Nachgang den Preis zu drücken, werden Funktionen, Materialien, Fertigung und Design hinterfragt, um dieselbe Leistung wirtschaftlicher zu realisieren.

Was bedeutet Cost-Out?

Cost-Out bezeichnet allgemein die systematische, nachhaltige Senkung der Herstellkosten eines Produkts. Die Leitfrage lautet: Wo entstehen für Funktionen, Produktionsschritte oder Logistik Kosten, die sich herausnehmen lassen, wenn man anders vorgeht? Ein typischer Ansatzpunkt ist die Wertschöpfungstiefe und die Make-or-Buy-Entscheidung.

Was ist der Unterschied zwischen Value Engineering und klassischer Preisverhandlung?

Die Preisverhandlung senkt den Einkaufspreis eines fertig definierten Produkts oder Bauteils. Value Engineering verändert die Entwicklung, die Produktion und das Produkt selbst, um die gleichen Produktfunktionen günstiger herzustellen. Der Wert des Produkts und der Preis werden dabei mitentwickelt.

Übernehmt ihr auch die Einkaufs- oder Projektleitung?

Ja. Auf Wunsch übernehmen wir Verantwortung als Einkaufs- oder Projektleitung, gerade in Umbruch- oder Engpasssituationen. So treiben wir die Kostensenkung nicht nur als Berater voran, sondern als Teil eurer Führung auf Zeit.

Was ist eine Should-Cost-Analyse?

Eine Should-Cost-Analyse berechnet, was ein Bauteil auf Basis von Material-, Fertigungs-, Prozess- und Gemeinkosten realistisch kosten sollte. Das Ergebnis ist ein belastbarer Zielpreis als Grundlage für faktenbasierte Verhandlungen.

Wann sollte der Einkauf in die Produktentwicklung eingebunden werden?

So früh wie möglich im Produktentstehungsprozess. Nur dann lassen sich alternative Lieferanten, deren Know-how, Standardkomponenten und Make-or-Buy-Entscheidungen nutzen, solange die Kosten noch beeinflussbar sind.

Wo lassen sich eure Herstellkosten wirklich senken?

In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam auf euer Produkt und zeigen die größten Hebel auf.

Kostenlose Kostenanalyse anfragen