Kurz gesagt: Wir sorgen dafür, dass Lieferanten liefern – zum vereinbarten Termin, in der vereinbarten Qualität. Und wenn sie es nicht tun, stellen wir sicher, dass vertraglich vereinbarte Konsequenzen auch tatsächlich durchgesetzt werden. Nicht irgendwann, sondern bevor der Schaden entsteht.
von Daniel Panzer · Procurement Buddies
Unverbindlich austauschenMeist an den gleichen Symptomen: Liefertermine verschieben sich immer wieder, Eskalationsgespräche häufen sich kurz vor dem Einbauzeitpunkt, der Einkauf reagiert statt zu steuern. Einzelne Verspätungen wirken harmlos – in der Summe gefährden sie Liefertreue, Projektziele und Kundenvertrauen.
Expediting und Claim Management sind zwei Seiten einer Medaille: Expediting greift ein, bevor der Termin verloren geht. Claim Management setzt Rechte durch, wenn es trotzdem passiert ist.
Überall dort, wo Terminverzüge besonders teuer werden:
Häufig fehlt die Dokumentation, oder die Beziehung zum Lieferanten soll nicht belastet werden. Das ist verständlich – aber es sendet das falsche Signal. Professionelles Claim Management ist keine Konfrontation, sondern die konsequente Umsetzung vertraglicher Vereinbarungen. Fair, klar und nachvollziehbar.
In vier klaren Schritten, damit Termine nicht erst nach der Eskalation gesichert werden:
Terminstatus je Lieferant und Bestellung systematisch erfassen und Frühwarnindikatoren definieren.
Vor dem Terminverlust aktiv eskalieren, Alternativlösungen prüfen, Lieferanten zu Beschleunigungsmaßnahmen veranlassen.
Verzug lückenlos nachweisen, Fristen setzen, Vertragsstrafe berechnen und schriftlich geltend machen.
Standardklauseln in Verträge aufnehmen und Expediting-Prozess als feste Routine etablieren.
Ein mittelständischer Anlagenbauer kämpfte mit wiederkehrenden Verzügen bei zwei Lieferantengruppen. Zwei typische Situationen, zwei klare Vorgehensweisen:
Expediting bezeichnet die aktive Überwachung und Beschleunigung von Lieferungen, um vereinbarte Liefertermine einzuhalten. Der Expeditor koordiniert zwischen Lieferant, Einkauf, Produktion und Logistik und greift ein, bevor Verzüge entstehen.
Claim Management ist die strukturierte Durchsetzung vertraglicher Ansprüche bei Lieferverzug oder Schlechtleistung – durch Dokumentation, Fristsetzung, Vertragsstrafen und bei Bedarf rechtliche Schritte.
Expediting ist präventiv und verhindert Verzüge durch frühzeitige Intervention. Claim Management ist reaktiv und setzt Rechte durch, wenn Verzüge oder Mängel bereits eingetreten sind. Beide Disziplinen ergänzen sich im professionellen Projekteinkauf.
Typischerweise 0,5–1,0 % des Auftragswertes pro Verzugswoche, gedeckelt bei 5–10 % des Gesamtauftragswertes. Die genaue Ausgestaltung muss vertraglich geregelt und im Verzugsfall lückenlos dokumentiert sein.
Überall dort, wo Terminverzüge besonders teuer werden: bei CAPEX-Projekten, Serieneinkauf mit Taktbindung, langen Lieferzeiten, Single-Source-Situationen und bei Lieferanten mit bekannten Kapazitätsengpässen.
In einem ersten Gespräch schauen wir gemeinsam auf eure Lieferantensituation und zeigen, wo Expediting und Claim Management den größten Hebel haben.
Unverbindlich austauschen
Panzer Consulting GmbH
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